Unsere Körpersprache & Blicke

Eine der grundlegenden Regeln bei jeder zu erreichenden Handlung lautet: meine Aussage muss klar und authentisch sein, um zu wirken.

 

Wenn mir jemand mit Null Körpersprache, mit Null Energie entgegen tritt, so bleibt das Resultat immer, gleichgültig was er mir anbieten würde, gleich Null. Das beste Argument kommt nicht an, wenn der Körper keine Spannung, keine Energie zeigt.

 

Nur ein wacher, straffer Körper verspricht Aktivität und Geschehen.

Authentizität und Klarheit

Ebenso wichtig ist auch die Authentizität der Aussage. Wie im Beispiel von letzter Woche ganz deutlich klar wurde, wird eine Aussage, die mit der Körpersprache nicht übereinstimmt auch nicht ernst genommen.

 

Der Körper lügt nicht und wer sich dessen bewusst ist, wird es viel einfacher haben, klarer und erfolgreich zu kommunizieren. Diese non-verbale Kommunikation macht besonders beim Umgang mit Tieren einen Hauptteil der Kommunikation aus und wird speziell bei Hunden oft vernachlässigt.

Nur, wer sich selbst kennt und weiß, wo und wofür er steht, kann auch anderen Menschen oder einem Tier die notwendige Sicherheit und Orientierung bieten. Souveränität schafft Vertrauen und erfordert es, zu dem zu stehen und nach dem zu handeln, woran man glaubt (vgl. Michaela Knabe, coachdogs® Akademie).

Der Augen"Blick"

Menschen sehen sich in der Regel direkt in die Augen um die momentane Gefühlslage zu erkennen.

 

Die Augen spielen auch bei Hunden eine wichtige Rolle, denn auch sie zeigen eine veränderte Gemütslage durch Veränderung der Augenstellung und -größe sowie des Blickes.

 

Ein Glücksgefühl wird nicht nur in der Körperhaltung sondern auch in den Augen gut erkennbar sein. Ebenso zeigt sich Angst oder Triebverhalten im Blick des Tieres!

Ein konzentrierter oder gar fixierender Blick hingegen, drückt sich auch durch eine andere Körperhaltung aus, da dann meist der Nacken blockiert ist.

 

Die Möglichkeit den Blick nach links oder rechts zu wenden, ist somit quasi unmöglich. Diese Starre wird sich auch durch den restlichen Körper fortsetzen und somit ein recht gut erkennbares Zeichen setzen.

 

Mit diesem konzentrierten Blick kann jetzt sowohl Mensch als auch Hund sein Gegenüber direkt ansehen. In der Hundewelt ist das meist ein ganz offen aggressives Verhalten. Ausnahmen stellen hier Hütehunde, wie z.B. der Border Collie dar, die mit der Blickfixierung ihren "Arbeitsmodus" anzeigen.

In der Menschenwelt ist das ganz anders besetzt, wird allerdings oft unbewusst auch bei Hunden angewendet, z.B. bei sehr nachdrücklichen „Schau“- Aufforderungen, die Hunde somit in eine für sie eher beängstigende oder auch bedrohliche Lage bringen.

 

Denn ein Hund würde in so einer Situation häufig wegsehen bzw. den Blick in eine ganz andere Richtung wenden. Nur das wiederum ist das Gegenteil von dem was der Mensch erreichen will!