Körpersprache und warum sie so von Bedeutung ist!

Sowohl Menschen als auch Tiere drücken über ihren Körper ihre Empfindungen aus.

 

Was wir sind, sind wir durch unsere Körper. Jede Emotion, jedes Gefühl drückt sich über unseren Körper aus – manchmal ganz deutlich und klar, oft sehr subtil und unscheinbar.

 

Hunde sind Meister im Beobachten und Lesen der Körpersprache von Menschen.

Daher ist diese so enorm wichtig für ein harmonisches Zusammenleben von Mensch und Tier. Und noch viel wichtiger für ein erfolgreiches Erziehen und Trainieren des Hundes.

Häufige Irrtümer - Beispiel aus dem Alltag

Sie gehen mit Ihrem Hund entspannt spazieren, er schnüffelt herum und findet alles extrem spannend. Die Zeit wird langsam knapp, Sie müssen umkehren und rufen Ihren Hund, es passiert nichts. Dann rufen Sie noch einmal und ein weiteres Mal, aber Ihr Hund macht noch immer keine Anstalten zu kommen.

 

Nun wissen Sie ja, dass Sie – um erfolgreich zu sein – dennoch einen freundlichen, lockenden Tonfall verwenden sollen, wenn Ihr Hund zu Ihnen kommen soll. Dieses Wissen wenden Sie auch an, Ihr Hund nähert sich ganz langsam, immer noch schnüffelnd und bleibt dann in ein paar Meter Entfernung von Ihnen seitlich gedreht, eventuell noch mit der Zunge über die Nase/das Maul schleckend, stehen.

 

Warum? Weil Ihre Körpersprache etwas ganz anderes signalisiert, als ihre Worte es kommunizieren wollen.

 

Wenn sich jetzt noch ihr Hund in geduckter Haltung, mit angelegten Ohren und eher kriechend Ihnen nähert, dann verstehen Sie die Welt nicht mehr. Sie stehen sehr wahrscheinlich nicht wirklich entspannt und aufrecht vor Ihrem Hund oder? Ihr Hund reagiert auf das was Ihr Körper sagt und nicht auf das, was Sie formulieren, da dies nicht übereinstimmt. Ihr Körper hat Anspannung, Frust, Ärger oder gar Wut ausgedrückt und darauf hat Ihr Hund reagiert. Sie waren nicht authentisch.

Klare Kommunikation

Daher ist es auch wichtig, sich immer wieder zu fragen: wie geht es mir im
Moment, was fühle ich und was will ich erreichen?

 

Oft hilft es einfach einmal tief durchzuatmen, um die Anspannung aus dem Körper zu lassen und eine ruhige, gelassenere Haltung einzunehmen. Unsere Kommunikation mit Hunden ist sehr komplex und funktioniert – objektiv betrachtet – nur über den Signalaustausch von Beschwichtigungs- und Dominanzgesten.

 

Diese Sprache versteht der Hund ohne vorherige Konditionierung. Die Basis hierfür ist Vertrauen, soziale Kompetenz, Authentizität, Klarheit sowie Konsequenz.